Ehrenzeichen für Franz Fakler

Freitag, 16. Januar 2015

Dass man um den Frieden beten kann und muss, hat Franz Fakler von seinem Vorbild, „Bruder Klaus“ erfahren. Zum 500. Todestag des Schweizer Nationalheiligen wurde am 21. März 1987 in Ottobeuren die Friedenskrypta unter der Basilika eingeweiht. Bis dahin verwirklichte der Landwirt sein Lebenswerk und brachte einen bedeutenden Teil der 4000 freiwilligen Arbeitsstunden ein. Die Kosten von 250000 Mark wurden allein durch Spenden finanziert. Das Sanieren des einstigen Kartoffelkellers zur Unterkirche trug auch maßgeblich bei, das gesamte Kirchenfundament zu sichern.

In einer Feierstunde wurde Fakler durch Landrat Hans-Joachim Weirather nun dafür das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern verliehen. Fakler nahm den Festakt zum Anlass, die Geschichte der heute so beliebten Krypta aufleben zu lassen. An diesem Ort des Gebetes, „haben wir sicher Anteil daran, dass die innerdeutsche Mauer ohne Blutvergießen fiel“, so Fakler. Jeden Freitag um 19 Uhr findet mit Rosenkranz ein Friedensgebet statt. Das Ehrenzeichen ermögliche, an den Gebetsabend in der Krypta zu erinnern. Im Friedensgebet könne jeder einen Beitrag leisten.

Die gefalteten Hände sieht er auch in dem Bild vom Heiligen Bruder Klaus und Dorothee in der Krypta.

Suchende finden in der Krypta einen Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit. Gottes Hand zu erfahren brauche einem Raum der Ruhe. So sah auch der weihende Bischof Josef Stimpfle die Krypta als „Ranft in unserer Diözese“.

Josef Diebolder, KLB Ottobeuren

Franz Fakler

Franz Fakler arbeitete viele Stunden, damit die Friedenskrypta in Ottobeuren ein Ort des Gebetes werden konnte. In Händen hält er die Reliquie des Landvolkpatrons Bruder Klaus.

Bruder-Klaus-Krypta

Als "Ranft in unserer Diözese", bezeichnete Bischof Josef Stimpfle die Bruder Klaus Friedenskrypta in Ottobeuren.